Werkzeug

Strategien, um Einwohner*innen zu informieren, motivieren und aktivieren

Mehr Menschen erreichen, mehr bewegen – wir zeigen, wie Beteiligung breiter gelingen kann.
Autor*innen: Hannah Strobel, Jennifer Wagner
Letztes Update: 23/3/2025

Thema

Beteiligung


Dauer

fortlaufend


Kosten

Gering bis Mittel


Erfahrung

Leicht

Präsentation

Ansprache & Wissen vermitteln

Präsentation

Tipps Einladungen

Präsentation

Zufallsbürger*innen­konzept

Factsheet

Vorlage Anmeldefragebogen

Nachhaltigkeit kann nur gemeinsam gelingen. Daher sollten Kommunen einen möglichst breiten Teil ihrer Bevölkerung erreichen – unabhängig davon, wie viel Zeit die Einwohner*innen haben, wie viel Geld sie verdienen oder welche Erfahrung sie haben. Verschiedene Kommunikationswege und -formate sorgen dafür, dass die Kommune alle Menschen erreicht, deren Interesse geweckt werden soll. Zudem trägt eine gelungene Vorab-Kommunikation dazu bei, dass sich die Personen gut inhaltlich vorbereiten können. Das hier vorgestellte Konzept ermöglicht eine breitere, repräsentativere Beteiligung als andere Verfahren. Bevölkerungsgruppen, die wegen unterschiedlicher Identitäten in der Gesellschaft oft weniger repräsentiert oder sichtbar sind, werden bewusst einbezogen.

Unser Konzept besteht aus zwei Grundpfeilern: Ansprache und Wissen vermitteln. Beide Teile sind nicht festgelegt. Sie können angepasst werden, je nachdem, welche Voraussetzungen es in der Kommune gibt. Folgende Möglichkeiten bieten wir Ihnen für die Arbeit in Ihrer Kommune:

  • Erklär-Grafiken für eine sozial inklusive Ansprache
  • Erklärvideo über gelungene Online-Kommunikation
  • Beispieleinladungen (digital und analog)
  • Muster-Anmeldefragebogen
  • Mindmap zur Wissensvermittlung

 

Klicken Sie sich durch die verschiedene Abschnitte, um mehr zu erfahren.

Eine breite Kommunikation hilft Ihnen, viele verschiedene Menschen anzusprechen. Sie können einzelne Kanäle mehrfach benutzen (Wiederholung) oder unterschiedliche Kanäle kombinieren (Multi-Kanäle-Ansatz). Mehrere Kanäle erhöhen die Chance, verschiedene Menschen zu erreichen, die unterschiedlich alt sind oder unterschiedliche Jobs haben.

Hier finden Sie Informationen zu den wichtigsten Dingen, die Sie bei der Ansprache beachten sollten:

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Das Zufallsbürger*innen-Konzept erlaubt eine zufällige Auswahl von Personen und berücksichtigt dabei Inklusionskriterien. Im ersten Schritt wählen Sie Personen anhand von Merkmalen, die im Melderegister erfasst sind.

In einem zweiten Schritt können Sie diese Vorauswahl durch Multiplikator*innen nachjustieren. Sie können möglicherweise Gruppen, die noch nicht gut repräsentiert sind, gezielt kontaktieren. So verhindern Sie, Menschen zu benachteiligen.

Kriterien für ein gelungenes Zufallsbürger*innenkonzept:

  • Frühe und klare Auswahl der Kriterien für die Stichprobe aus dem Melderegister
  • Die zehnfache Menge der gewünschten Teilnehmendenzahl losen. Denn: Aus Erfahrungen wissen wir, dass rund 30 % der Personen trotz Zusage nicht erscheinen.
  • Gute Kommunikation mit der kommunalen Verwaltung
  • Möglichst viele Bevölkerungsgruppen einbeziehen

Der Ablauf des Konzepts gibt es hier in einer Erklärvideo:

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Sollte das Zufallsbürger*innen-Konzept nicht die breite Bevölkerung abbilden, helfen Multiplikator*innen. Sie können benachteiligte Gruppen gezielt adressieren und einladen.

Wichtig: Sie sollten Multiplikator*innen nur für solche Gruppen ansprechen, aus denen noch nicht genügend Teilnehmende angemeldet sind. Sie können auch Multiplikator*innen als Vertretende und Fürsprechende zu speziellen Themen einzuladen.

Ein Beispiel: Wenn sich schon genügend Personen im Alter von 20-25 Jahren angemeldet haben, müssen Sie keine Multiplikator*innen an Universitäten ansprechen. Diese Altersgruppe ist ausreichend vertreten.

Wer kann Multiplikator*in sein?

Multiplikator*innen können Angehörige oder Vertretende von Organisationen oder Institutionen sein. Sie spielen eine wichtige Rolle dabei, Menschen über die Beteiligung zu informieren, sie zu motivieren und ihre Teilnahme zu fördern. Sie können zwischen Kommunalverwaltung und Bevölkerung vermitteln. Sie unterstützen so den Beteiligungsprozess.

Tipps zur Auswahl der Multiplikator*innen:

  • Bestehende Netzwerke nutzen
  • Multiplikator*innen abhängig vom Beteiligungsthema ansprechen
  • Multiplikator*innen bitten, in ihrem Netzwerk die Einladung zu verteilen und geeignete Personen direkt anzusprechen

In den Einladungen informieren Sie die ausgewählten Personen über die Themen und den Ablauf der Beteiligung. Wir empfehlen, verschiedene Kanäle für die Einladung zu nutzen. Sie sollten jedoch das immer gleiche Design verwenden. So wird die Einladung leichter wiedererkannt und erreicht gleichzeitig mehr Menschen.

Einladungen können digital oder analog erfolgen. Digitale Einladungen sind ortsungebunden, mobil und für alle zugänglich. Analoge Einladungen erfolgen mündlich oder physisch als Druckprodukt.

Kriterien für eine Einladung

Ausführliche Hinweise zu den verschiedenen Kriterien von Einladungen finden Sie hier.

Digitale und analoge Einladungen

Ausführliche Hinweise und Anleitungen zur Erstellung von verschiedenen Einladungen finden Sie hier.

Der Ablauf der Ansprache gibt es hier in einer Erklärvideo:

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Menschen müssen verstehen, worum es beim Beteiligungsthema geht. Nur so können sie informiert am Prozess teilnehmen. Formate in Präsenz ermöglichen einen persönlichen Austausch. Ein Gemeinschaftsgefühl entsteht. Digitale Formate bieten dagegen mehr Flexibilität und Reichweite. Eine Kombination aus beiden Ansätzen spricht unterschiedliche Zielgruppen an. So entsteht eine vielfältige Beteiligung.

Wir haben erfolgreiche Kriterien zur Wissensvermittlung für Sie zusammengestellt:

  • klare Ziele formulieren und erfüllen: Bewusst bilden, eigene Initativen fördern, neue Unterstützer*innen gewinnen
  • einfache Sprache (Regeln der leichten Sprache beachten), kein Englisch, keine Fachbegriffe
  • Berücksichtigung der Zielgruppe: Von welchem Aspekt des Themas sind die Menschen am meisten betroffen?
  • Informationen klar darstellen: durch greifbare Materialien, Veranschaulichungen, Grafiken
  • Aktive Interaktion fördern
  • Positive Rückmeldungen zeigt Wertschätzung gegenüber Teilnehmenden, sie fühlen sich wohler
  • sichere Atmosphäre, um Fragen zu stellen
  • Wiederholung von Informationen sichert Wissen
  • Interesse generieren: Menschen begeistern, motivieren, eine Zukunftsvision aufzeigen
  • Physische Material anbieten (Flyer, Brief, Postkarte), das sich in den Alltag integrieren lässt

Wir unterscheiden zwischen physischer und digitaler Wissensvermittlung:

Physische und Digitale Wissensvermittlung

Ausführliche Erklärungen und Unterschiede zwischen physischer und digitaler Wissensvermittlung finden Sie hier.

Jetzt sind Sie bestens vorbereitet, um die Bürger*innen Ihrer Kommune anzusprechen und eine starke Gemeinschaft für Beteiligung aufzubauen – gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft!

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