Die Next Economy beschreibt eine zukunftsfähige Wirtschaft, die soziale Gerechtigkeit und ökologische Nachhaltigkeit vereint. NELA orientiert sich am Zielbild der von Kate Raworth entwickelten Donut-Ökonomie. Sie definiert die Next Economy als ein Wirtschaftssystem, das allen Menschen ein gutes Leben innerhalb planetarer Grenzen ermöglicht (Raworth 2008).
Konkret bedeutet das für uns:
- Wasser: Zugang zu sicherem und sauberem Trinkwasser
- Ernährung: ausreichende und gesunde Nahrung
- Gesundheit: Zugang zu medizinischer Versorgung und ein gesundes Leben
- Bildung: Zugang zu grundlegender und weiterführender Bildung
- Einkommen und Arbeit: existenzsicherndes Einkommen und menschenwürdige Arbeit
- Frieden und Gerechtigkeit: Sicherheit, Rechtsstaatlichkeit, Zugang zu Justiz
- Politische Stimme: Teilhabe, Mitbestimmung, Demokratie
- Soziale Gleichheit: Chancengleichheit und faire Verteilung von Rechten und Ressourcen
- Wohnraum: Zugang zu sicherem und menschenwürdigem Wohnraum
- Netzwerke: soziale Teilhabe, Gemeinschaft, Zugehörigkeit
- Energie: Zugang zu bezahlbarer, zuverlässiger und sauberer Energie
- Geschlechtergerechtigkeit: Gleichstellung von Frauen, Männern und allen Geschlechtern
Die Befriedigung dieser Grundbedürfnisse soll unter der Einhaltung der durch Rockström et al. definierten neun planetaren Grenzen geschehen: Klimawandel, Biodiversitätsverlust, Stickstoff- & Phosphorkreisläufe, Landnutzungsänderung, Süßwassernutzung, Atmosphärische Aerosole, Chemische Verschmutzung / Neue Substanzen, Ozeanversauerung, Abbau der Ozonschicht. Aktuell sind sieben der neun planetaren Grenzen bereits überschritten und soziales Wohlergehen für alle ist nicht gesichert.
Eine Next Economy muss Ansatzpunkte finden, um diese Trends umzudrehen und in allen sozialen und ökologischen Bereichen eine Perspektive für alle Menschen zu bieten.

