Just Transition (Deutsch: gerechter Übergang) bezeichnet ein Konzept, das sicherstellen soll, dass der Übergang zu einer klimafreundlichen und nachhaltigen Wirtschaft sozial gerecht und inklusiv gestaltet wird. Just Transition verbindet Klimaschutz mit sozialer Gerechtigkeit.
Just Transition stärkt und unterstützt Beschäftigte, deren Jobs z.B. durch den Ausstieg aus Kohle, Öl und Gas wegfallen oder sich verändern. Beschäftigte sollen ihren Arbeitsplatz mit verändern – sie sollen an Entscheidungen teilhaben. Dabei sollen auch faire Arbeitsplätze entstehen, die gute Arbeitsbedingungen, faire Löhne und soziale Absicherung bieten. Die regionale Entwicklung spielt ebenfalls eine Rolle: Regionen, die besonders stark vom Strukturwandel betroffen sind, sollen gezielte Investitionen und Förderungen erhalten. Zudem sollen nach dem Just Transition-Konzept Beschäftigte von Umschulungs- und Weiterbildungsprogrammen profitieren, damit sie sich auf die neuen Anforderungen einer nachhaltigeren Wirtschaft vorbereiten können.
Der Begriff Just Transition stammt ursprünglich aus der Gewerkschaftsbewegung, insbesondere in den USA und Kanada, und wurde später von der Klimagerechtigkeitsbewegung übernommen. Inzwischen ist er Teil internationaler Abkommen, z. B. des Pariser Klimaabkommens, und wird auch von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) unterstützt.
Das Ziel ist, dass ein ökologischer Umbau der Wirtschaft niemanden zurücklassen soll – insbesondere nicht die Beschäftigten, die von fossilen Industrien abhängig sind.
